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zB am 4.7., 21h, im Pfarrgarten St. Emmeram


Unsere FSJ-Stelle ist aktuell vergeben!
Ab Herbst 2019 bieten wir in der ESG wieder ein Freiwilliges Soziales Jahr an.
Wir nehmen Bewerbungen dafür gerne entgegen!



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Die ESG vergibt Zimmer in ESG-Wohngemeinschaften

AKTUELLER HINWEIS:
Derzeit sind alle Zimmer regulär vergeben
Evtl. aber gibt es kurzfirstig eine Veränderung zum Semesteranfang (Oktober 2018).




ESG Regensburg: Dec 4, 2017
Vier Pfoten für Ida
Ein Epilepsiewarnhund für ein selbständiges Leben
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Dies ist die Geschichte unserer Tochter Ida-Maria. Sie ist auf den ersten Blick ein gesundes, fittes, fröhliches und aktives 10jähriges Mädchen. Nur wenn man ganz genau aufpasst, erkennt man die vielen Abwesenheitsmomente. Im Alter von zweieinhalb Jahren entwickelte sich bei ihr eine frühkindliche Absencen-Epilepsie mit unbekannter Ursache. Inzwischen spricht man bei ihr von einer therapieresistenten Epilepsie.

Absencen sind „kleine“ epileptischen Anfälle. Sie kommen plötzlich. Führendes Zeichen von Absencen ist eine kurze „Abwesenheit“ mit fehlender Ansprechbarkeit und Erinnerungslücke.

Derzeit hat Ida-Maria täglich ungefähr 100 Absencen, je nach Tagesform etwas mehr oder weniger. Bei starken Emotionen/Stress häufen sich die Anfälle, z.B. bei Angst und Ärger aber auch bei Freude, Aufregung und Unsicherheit. Die Absencen dauern bei ihr 30-40 Sekunden. Während dieser Zeit brabbelt sie meist unverständlich vor sich hin, Sachen fallen ihr aus der Hand, Getränke werden verschüttet, sie verliert den Anschluss an die Situation. Das größte Problem aber ist, dass sie während eines Anfalls unkontrolliert umher geht. Das ist zu Hause schon gefährlich (Treppen. Türschwellen...), aber ein Bewegen im öffentlichen Raum bzw. Straßenverkehr ist damit unmöglich.

Je älter sie wird, umso mehr leidet sie unter dieser Einschränkung. Semmeln beim Bäcker holen, darf ihr jüngerer Bruder, oder die Mädchen aus der Nachbarschaft - aber nicht sie. Alleine zur Chorstunde laufen, geht nicht. Es ist einfach zu gefährlich. Das nagt sehr am Selbstwertgefühl eines 10jährigen Mädchens. Fahrrad fahren: zu gefährlich. Teamsport: kaum möglich. Der tägliche Schulweg: ständig ein Abwägen zwischen Sicherheit und „Kind sein dürfen“. Mit zunehmendem Alter wird ihr bewusst: ich bin bin anders, ich bin nicht „normal“.

Im Sommerurlaub 2015 hatte die Familie ein Schlüsselerlebnis. Wir machten einen Familienurlaub auf einem Bauernhof. Dort wohnte Thea eine Deutsche Schäferhündin. Eines Abends übertrieb es Ida-Maria beim Abendessen und ich ging mit ihr vor die Tür, ich wollte sie nicht vor allen Gästen „schimpfen“. Draußen begab ich mich auf ihre Höhe. Die Situation zwischen mir und meiner Tochter war sehr angespannt. An Idas Blick merkte ich, wie sie langsam in eine Absence abrutschte. Plötzlich stand Thea neben uns. Thea fing an Ida-Maria im Gesicht zu lecken! Ida-Maria war sofort „wieder da“. Sie hat den Anfall nicht bekommen! Es war höchst beeindruckend und ich bekomme jetzt noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke.

Auf der REHAB 2017 in Karlsruhe haben wir den Verein "Patronus-Assistenzhunde e. V." kennengelernt. Der Verein bildet unter anderem Therapiehunde und Epilepsiewarnhunde aus. Ein ausgebildeter Hund würde schon einen nahenden Anfall „riechen“ und sich deutlich bemerkbar machen. Der zusätzliche therapeutische Effekt wäre ebenfalls von positiver Bedeutung. Deshalb nahmen wir die lange Anfahrt zum Verein in Kauf, um uns intensiv über die Möglichkeiten für Ida-Maria zu erkundigen. Die uns dort erklärten Ausbildungsmethoden, auch in Bezug auf das genau so wichtige therapeutische arbeiten mit einem Assistenzhund, sowie die langen Erfahrungen der dortigen Mitglieder haben uns überzeugt:

Solch ein Lebensretter und Therapeut wäre für Ida-Maria eine große Hilfe und würde Ihr die Teilnahme am Leben in der Gesellschaft ermöglichen. Die Kosten belaufen sich auf ca. 26.000,- Euro.

Darum bitten wir Sie von ganzem Herzen um Unterstützung. Für Ihre Hilfe danken wir.

Familie Liebl

Der Erlös des Adventmarktes an der Uni 2017 (4.-7.12.2017) soll diesem Projekt zugute kommen.
Ida lebt in Regensburg und bereitet sich auf den Besuch einer weiterführenden Schule vor.
Wir erhoffen uns, dass durch die größere Selbständigkeit Entwicklungshemmnisse so weit wie möglich abgebaut werden können.

Die Hochschulgemeinden widmen ihr Engagement dem Gedächtnis an Marinus, der im Herbst 2017 an den Folgen einer Absence verstarb.



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9 September 2018 11:00


Die Sprechstunden des/-r Studierendenpfarrer/-in finden sich hier
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